Meusebach-Grundschule
Lernen ist wie Zähneputzen fürs Gehirn oder
Training für die Muskeln. Beides hat nur Sinn, wenn es kontinuierlich
und stetig erfolgt.
Lernen erfolgt immer und überall. Das Gehirn ist ebenso wenig abzuschalten
wie das Herz. Das heißt, es ist ein lebenslanger Prozess. Es geht also
nicht um die Frage, ob man lernt, sondern was, wie und warum man lernt.
Dem versucht die Meusebachschule mit dem „Meusebachhus“ gerecht
zu werden. HuS heißt Hort und Schule. Beide befinden sich im gleichen
Haus, nutzen gleiche Räume und Anlagen wechselseitig und schaffen so
einen gemeinsamen Lern- und Lebensraum.
Die Trennung von Lernzeit und Freizeit sowie von Lernen und Spiel wird weitgehend
aufgehoben. Lernen beim Spiel ist ebenso wichtig wie spielerisch lernen.
Das hat zwangsläufig Auswirkungen auf Lernzeiten, Lernorte und vor allem
Lehr- und Lernmethoden. Im Mittelpunkt steht das Lernen lernen. Das Lernen
zu einem dauernden Bedürfnis zu entwickel wie Essen, Trinken und Schlafen,
ist letztlich Ziel des Meusebachhus.
Lernen ist ein komplizierter Prozess des Gehirns, dem
mit „Pauken“ nicht annähernd entsprochen wird. Lernen erfordert beim Lehrenden wie beim
Lernenden Kreativität. Das bedeutet, dass der Kunst in ihren vielfältigen
Facetten besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. So lernen die Schüler
im Schultheater, im Schulzirkus, in der Schriftstellerwerkstatt, in der Schülerband,
beim Singen, Malen, Tanzen oder beim Schachspielen.
Denken und körperliche Aktivitäten stehen nach jüngsten Erkenntnissen
der Gehirnforschung in einem äußerst engen Zusammenhang. Es geht
nicht nur um bessere Durchblutung des Gehirns durch Bewegung, sondern auch
um eine positive Beeinflussung des Zusammenwirkens der Hirnhälften durch
besondere Aktivitäten (Balancieren, Jonglieren u. ä.)
Lernen ist immer ein ganzheitlicher Prozess, dem sowohl die herkömmlichen
Lehrmethoden als auch die räumlichen und zeitlichen Strukturen entgegenstehen.
Daher sind in der Meusebachschule die Zeittakte verändert worden (jeweils
90 Min.). Im Bedarfsfalle (Projektarbeit) werden sie völlig aufgelöst
und die Schüler arbeiten an einem Thema aus Sicht verschiedener Fachbereiche
an unterschiedlichen Orten außerhalb des Klassnzimmers.
An diesem Prozess ist der Hort personell, inhaltlich,
organisatorisch und räumlich beteiligt. Perspektivisch wäre eine Einbeziehung des Vorschulbereichs
in diesen Prozess vorstellbar, so dass das Meusebachhus sich als wahrer Kindercampus
darstellt.
Dieser Kindercampus orientiert sich an einer gemeinsamen Zielstellung: Die
Meusebacher Kinder sollen angstfrei lernen, stolz auf Stärken sein und
eigene Schwächen kennen.
Sie wissen, dass sie sich der Unterstützung der Pädagogen sicher sein können. Sie lernen Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, demokratische Spielregeln, Sprachfähigkeit und Selbstorganisation . Das brauchen sie, um Krisen zu erkennen und zu bewältigen. Sie sollen fähig sein, optimistisch nach Lösungen zu suchen und dabei Hilfen zu finden und in Anspruch zu nehmen. Diese Fähigkeit nennt man Resilienz.
Die Zielstellung der Eltern, Lehrer, Erzieher und der Schüler selbst ist es, resiliente Kinder zu erziehen.
Meusebach Grundschule
OT Geltow
Schulleiterin Monika Nebel
Hauffstraße 33
Tel: 03327 – 561 66
meusebachschule@t-online.de
www.meusebach-grundschule.de
